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[Rezension] "Molly's Kitchen" von Molly Yeh



Bücher von Food-Bloggerinnen sind mir die liebsten Koch- und Backbücher. Molly Yeh kannte ich bis vor Kurzem noch nicht, doch dafür bin ich mittlerweile ein Follower ihres Blogs „My Name is Yeh“. Ihr Buch „Molly's Kitchen“ orientiert sich dabei sehr am Stil ihrer Webseite: Ihre Rezepte sind eingebettet in unterhaltsame Geschichten aus ihrem Leben, garniert mit wunderschönen Fotos. Dabei steht alles unter dem Motto „Stadt, Land, Genuss“. Wenn ihr wissen wollt, was euch zwischen den Buchdeckeln sonst noch erwartet und was an diesem Buch besonders ist, dann lest weiter...



Molly's Kitchen - Stadt, Land, Genuss – vom Glück, zu kochen und zu genießen
Von Molly Yeh
Gebundenes Buch und Ebook erhältlich seit 04. September 2017
Seitenzahl: 96
Verlag: Bassermann
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Über 100 Rezepte und ganz viel Persönlichkeit
Molly Yeh ist eine Food-Bloggerin, gewann bereits unterschiedliche Awards mit ihrem Blog „My Name is Yeh“ und lebt mit ihrem Mann auf einer Farm in den USA. In Ihrem ersten Buch „Molly's Kitchen“ erzählt Molly aus ihrem Leben, teilt ihre liebsten Rezepte mit uns und zeigt uns wunderschöne Fotos von sich, ihren Freunden und natürlich von ihrem Essen.

Gleich vorab: Mir ist es noch nie passiert, dass ich abends im Bett in einem Kochbuch geschmökert und dabei die Zeit vergessen habe. Mir ist es ebenfalls noch nie passiert, dass ich ein Kochbuch neben dem erwarteten Informationsgehalt als spannend und unterhaltsam empfunden habe. Aber bei Mollys Buch war das so. Es sind nicht nur die vielen schönen Fotos und die Rezepte, sondern vielmehr wie sie aus ihrem Leben erzählt. Sie nimmt uns mit auf eine Reise zurück in ihre Kindheit, wie sie dann ihr Studium begann, ihre Pizzatradition einführte, ihren Mann kennenlernte und in ihrem geliebten neuen Zuhause landete. All das liest sich so locker und authentisch mit Humor und Leidenschaft, als würde Molly neben mir sitzen und mir alles bei einer Tasse Tee erzählen.

Dieses Kochbuch hebt sich ab von der Masse, indem es Persönlichkeit mitbringt. Jede Seite steckt so voller „Molly“, dass ich das Gefühl habe ihre Liebe zu gutem Essen zu spüren. Mit ihren jüdischen und asiatischen Wurzeln sind die über 100 Rezepte natürlich auch eine bunte Mischung. Eingeteilt ist das Buch in Frühstück und Brunch, Hauptgereichte, Snacks und Partyfood sowie Desserts und Kuchen. Klassische und bodenständige „Bauernküche“ darf man aber nicht ausschließlich erwarten, denn Molly kocht und backt modern und hat ihrem ganz eigenen Stil. Es lässt sich daher einiges interessantes finden: Von Challah Brot und Pizzataschen über Falafel und israelischer Salat bis hin zu Brownies und Mozartkugeln. Für die meisten Rezepte muss man auch nicht hochpreisig einkaufen gehen – das ist wirklich positiv.

Nicht alles was Molly kocht, trifft auch meinen Geschmack. Aber bei über 100 Rezepten muss das ja gar nicht der Fall sein. Ihre Beschreibungen sind jedoch immer ausführlich und einfach nachzumachen. Ich habe mir also einiges herausgepickt: Insbesondere das Challah-Brot fand ich spannend, weil es nicht wie unser Hefezopf süß, sondern herzhaft gegessen wird. Manche Rezepte wandelte ich auch für mich ab, da ich keine Aromen und sonstigen Zusatzstoffe in der Küche benutze. In eine gesunde Ernährung gehört für mich so wenig Chemie wie möglich und so etwas habe ich auch von Molly erwartet - irgendwie vermittelte sie mir anfangs dieses „gesunde“ Gefühl. Schade. Dennoch waren die ausprobierten Rezepte lecker und ich habe mir anschließend auch gleich ihren Blog vorgenommen.

Fazit
„Molly’s Kitchen“ ist nicht nur ein Kochbuch, es ist ein Buch über Molly. Die junge Frau begeistert mit Geschichten aus ihrem Leben und wie sie als Stadtkind auf dem Land lebt. Sie verleiht diesem wunderschön gestalteten Buch eine ganz besondere Note und allein das Schmökern und Lesen, schickt uns schon auf eine unterhaltsame, kulinarische Reise. Wirklich toll!

4 von 5 Sonnen


Wer es scharf mag...

Nachdem die Falafel aus Mollys Buch auf dem Essensplan für Sonntagmittag gelandet sind, wünschte sich mein Bruder dazu mit viel Nachdruck eine Chilisoße. Wir waren vor einigen Jahren gemeinsam in London und dort in einem super-leckeren vegetarischen Restaurant, wo wir "DIE Falafel" überhaupt gegessen haben. In Kombination mit einer Chilisoße. Klar, dass das jetzt für immer und ewig zusammengehört. Und da die Soße auch so aussehen muss wie in besagtem Londoner Restaurant, haben wir etwas experimentiert und uns von verschiedenen Rezepten inspirieren lassen (vor allem von diesem Rezept). Was heraus gekommen ist... das seht ihr hier:


 Rezept:
- 2 Chilischoten
- 1 TL Salz
- 180 ml Wasser
- 80 g Rohrzucker
- 60 ml Weißweinessig
- 2 Knoblauchzehen
- 1 EL Speisestärke
- etwas Wasser zum Anrühren

So wirds gemacht:
Die Chilischoten und den Knoblauch klein schneiden, dann alle Zutaten bis auf die Stärke in einem Topf bei mittlerer Hitze aufkochen. Anschließend die Stärke mit etwas Wasser (1 - 2 EL) separat anrühren, dann unter die Soße rühren und für kurze Zeit mitköcheln lassen bis die Soße andickt. Danach ab damit in den Kühlschrank. Das wars auch schon!


Falls ihr euch übrigens wundert, weshalb es hier auf dem Blog und auf meinen Social Media-Seiten etwas ruhiger ist: Ich stecke mitten im Umzugstress. Die Vorbereitungen und die ganze Organisation frisst leider sehr viel meiner Freizeit. Sreichen, Räumen, Schleppen, Besorgungen machen... Vielleicht kennt das der eine oder andere von euch ja. Aber es wird hier wieder aktiver, sobald diese Phase vorbei ist. Und dann zeige ich euch auch Fotos von meinem Bücherzimmer.

Einen wunderschönen Sonntagabend euch allen und bis bald,
 eure Elena

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