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[Rezension] "Der letzte erste Blick" von Bianca Iosivoni


Der Lyx Verlag hat mittlerweile einige New Adult-Bücher im Programm, so auch den ersten Band der First-Reihe „Der erste letzte Blick“ von Bianca Iosivoni. New Adult-typisch geht es um die beiden Protagonisten, denen das Leben Steine in den Weg geworfen hat und sie trotzdem versuchen ihre Ziele zu erreichen. Obwohl das ein oft gut funktionierendes Konzept ist, konnte mich der Titel trotzdem nicht richtig überzeugen. Wenn ihr wissen wollt warum, dann einfach weiter lesen...


Der letzte erste Blick (First-Reihe Band 1)
Von Bianca Iosivoni
Taschenbuch und Ebook erhältlich seit 24 April2017
Seitenzahl: 436
Verlag: Lyx/Lübbe
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Cover: Lübbe Verlag
Von Freunden, der Liebe und dem Start in ein neues Leben
„Der letzte erste Blick“ von Bianca Iosivoni ist nicht mein erstes Buch dieser Autorin. Allerdings ist der Titel irgendwie an mir vorbei gegangen bis ich dieses wirklich schöne blau-weisse Cover in der Buchhandlung habe liegen sehen. Innerhalb des New Adult-Genres habe ich schon wirklich viel gelesen und gerade deutsche Autorinnen haben es hier meistens nicht ganz so leicht – es soll spannend sein, aber das Rad kann auch nicht immer neu erfunden werden. Also bin ich nach dem ich den Klappentext gelesen habe, mit keinen allzu hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und hoffte einfach darauf, dass Bianca mich positiv überraschen wird.

„Der letzte erste Blick“ spielt an einem amerikanischen College, bringt die bekannte Plotmischung aus Studienbeginn, Neuanfang bzw. Vergangenheit hinter sich lassen, neue Freunde und Liebe mit. All das wird angenehm und flüssig aus den wechselnden Ich-Perspektiven der beiden Protagonisten Emery und Dylan erzählt: Wir lernen also zu Beginn der Geschichte Emery kennen, die möglichst weit von Zuhause studieren will, um all das Bekannte (und die damit verbundenen Probleme) hinter sich lassen zu können. Ein Neustart musste her. Der Neustart sieht dann so aus, dass sie ihrem Mitbewohner erst einmal die Nase bricht. Durch diverse Vorlesungen, eine Party und ihren Mitbewohner selbst, wird sie in einen bestehenden Freundeskreis integriert und trifft so auch auf Dylan. Dylan trägt ebenfalls sein Päckchen mit sich herum und findet auf den ersten Blick Gefallen an Emery.

Emery und ich sind leider nie warm miteinander geworden. Ganz im Gegenteil, ich fand sie sogar gänzlich unsympathisch. Emery reagiert ständig aggressiv, impulsiv, pauschalisiert und verteilt alle ihre Mitmenschen strikt in Schubladen. Es wird insbesondere in der ersten Buchhälfte ständig darauf hingewiesen, dass Emery ihre Probleme mit Gewalt löst oder lösen möchte. Sie möchte gern diesem Kerl hier eine reinhauen, sie verursachte da schon einen Hodenbruch, dann wirkt sie hier wieder als würde sie gerne jemandem eine verpassen und dann weisen ihre Freunde sie auch noch daraufhin wie mörderisch ihr Blick wäre. Ja, das ging mir gewaltig auf die Nerven. In solche Menschen kann ich mich nicht hineinversetzen.

Mit Dylan lief es auch nicht so gut, denn er wirkt in seiner Persönlichkeit sehr konstruiert. Diese beiden Protagonisten in Kombination mit ihren kindischen und nervenden Neckereien und Streichen, waren einfach nicht mein Fall. Insgesamt konnte ich viele Reaktionen und viele Verhaltensweisen nicht nachvollziehen und damit erreichte mich dieses Buch emotional gar nicht. Mit 436 Seiten zieht sich dann auch noch alles und so verursachte Biancas Werk eher so ein durchgängiges Kopfschütteln.

Fazit
Der Schwachstellen dieses Buchs sind für mich ganz klar die Charaktere. Insbesondere die Protagonistin Emery eckt immer wieder an. Aber auch Dylan, der hier das Gegenteil eines Bad Boys portraitiert, wirkt nicht authentisch. „Der letzte erste Blick“ erinnerte mich zudem schon von Beginn an in seinen Grundzügen und dem Lesegefühl an „Nicht auch noch der“ von Lena Marten. Diesem Vergleich kann „Der letzte erste Blick“ aber nicht standhalten und so lässt mich Bianca Iosivonis Buch etwas enttäuscht zurück. Schade. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal wieder mit uns beiden, Bianca.

2 von 5 Sonnen


Noch ein Buchtipp
"Nicht auch noch der" von Lena Marten
"Nachdem die Studentin Luca ihren Freund im Bett mit einer anderen Frau erwischt hat, ist sie auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Im Studentenwohnheim wird sie versehentlich in einer Männer-WG einquartiert. Aus Geldnot fügt Luca sich in ihr Schicksal, aber ihr Mitbewohner Ben treibt sie in den Wahnsinn. Er ist genau die Art Mann, mit der sie so gar nichts anfangen kann: ein totaler Playboy, zwar unverschämt attraktiv, aber mindestens genauso überheblich und selbstverliebt. Doch je besser sich die beiden kennenlernen, desto mehr erkennt Luca, dass sich hinter Bens Draufgänger-Fassade viel mehr verbirgt, als sie vermutet hat. Und plötzlich bringt er ihr Herz aus ganz anderen Gründen zum Rasen …" (Klappentext und Cover: Lübbe Verlag)

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Liebe Grüße und bis bald,
eure Elena

Kommentare

  1. Hey :)

    Ich bin zufällig über deinen Blog gestolpert und muss sagen, dass er wunderschön ist. Ein wirklich toller Blog! Sehr gerne folge ich dir.

    Außerdem würde ich mich sehr freuen, wenn du meinen neue Blog besuchen würdest: Hier
    Da ich keine Erfahrungen mit dem Bloggen habe, kann ich Tipps und Ratschläge sehr gut gebrauchen.

    Ganz liebe Grüße
    Zeki :)
    https://books-dreamland.blogspot.co.at

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    1. Hallo Zeki,

      vielen Dank. Das freut mich sehr!

      Gerne schaue ich auch mal bei dir vorbei. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Blog. :-)

      Liebe Grüße
      Elena

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  2. Hey!
    Eine wirklich tolle und sehr ehrliche Rezension, die ich gerne in meiner verlinkt habe.
    Ich hoffe, das ist in Ordnung :)
    Ich fand Emery auch schlimm, später fand ich sie aber ein wenig angenehmer.
    Das letzte Drittel hat mir gut gefallen, was das Buch "gerettet" hat.
    Hatte kurzzeitig überlegt es abzubrechen, war dann aber doch zu neugierig.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    https://trallafittibooks.com/2017/11/14/kurzrezension-bianca-iosivoni-der-letzte-erste-blick/

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