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[Rezension] "Léon & Claire: Er trat aus den Schatten" von Ulrike Schweikert

Hallo ihr lieben Büchermenschen, wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist es hier in letzter Zeit etwas ruhiger. Momentan bin ich beruflich öfter unterwegs, sodass ich meistens abends nur noch müde auf das Sofa falle. Das ändert sich aber auch wieder. :-)

Heute habe ich euch eine Rezension zu einem Jugendbuch dabei, das mich mit sehr unterschiedlichen Gefühlen zurücklässt. Zum einen spielt es in einem meiner liebsten Urlaubsländer (Frankreich), zum anderen hatte ich aber einige Probleme mit der Protagonistin und dem Schreibstil. Aber lest selbst...


Léon & Claire: Er trat aus den Schatten
Von Ulrike Schweikert
Erhältlich seit 12. Dezember 2016
Seitenzahl: 480
Verlag (und Bildquelle): cbt 

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Von Geheimnissen, Magie und Gefahren
Vor allem das schöne Cover machte mich neugierig auf dieses Buch, denn es wirkt so verträumt. Die Autorin Ulrike Schweikert war mir auch noch vage bekannt, denn ich habe vor vielen Jahren schon mal etwas von ihr gelesen und damit war ich sehr gespannt auf „Léon & Claire“.

Claire ist 15 Jahre alt und ist gerade erst mit ihrer Familie von New York nach Paris umgezogen. In der neuen Schule muss sie sich erst zurecht finden, aber das gelingt ihr recht schnell. So lernt sie zuerst den gut aussehenden Adrien kennen, bevor sie in den Pariser Katakomben den geheimnisvollen Léon trifft.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, denn nach dem Prolog finden wir uns direkt mit Claire in ihrer neuen französischen Umgebung wieder. Je näher ich Claire jedoch kennengelernt habe, desto weniger Sympathie konnte ich für sie aufbringen. Sie ist noch sehr jung und das merkt man ihr an, denn ihr naives und nicht nachvollziehbares Handeln ließ mich manchmal an ihrem Verstand zweifeln. Es hätte sicher nicht geschadet, wenn sie etwas älter gewesen wäre, um allein ihrem Charakter mehr Glaubhaftigkeit zu verleihen. So habe ich mich einfach nur oft über sie gewundert. Interessanter ist hier Léon, den viele Geheimnisse umgeben und der so für den Spannungsbogen sorgt. Ihn umgibt etwas magisches, dem ich unbedingt auf den Grund gehen wollte.

Absolut erwähnenswert ist hier das tolle Setting, denn Paris, der Untergrund bzw. die Katakomben und dessen Historie spielten eine große Rolle. Ich bin ein großer Frankreich-Fan und habe mich so direkt wohl gefühlt. Der Handlungsort nimmt einen Großteil des Buchs ein und die Pariser Kulisse sorgt für eine düstere Grundstimmung. Ulrike Schweikert spart auch nicht an geschichtlichen Fakten um Gebäude und Geschehnisse und an mancher Stelle war es mir dann sogar zu viel. Generell habe ich mich mit ihrem Schreibstil sehr schwer getan. Ich fühlte mich oft als distanzierter Beobachter denn ich konnte nie wirklich mitfiebern. Es liest sich sachlich und manchmal verliert sich die Autorin in ihrer Satzgestaltung, was dann vermutlich bildgewaltig wirken sollte, doch mich in meinem Lesefluss störte.

Insgesamt passieren viele Dinge, es gibt überraschende Wendungen, aber auch viele Klischees. Zudem dauerte es eine Weile bis ich überhaupt verstanden hatte wohin die Reise geht und was Ulrike Schweikert uns für eine Geschichte erzählt. Sie präsentiert uns hier ein Buch über Geheimnisse, Magie, Gefahren und würzt all das mit ein wenig Romantik. Gerade die Geheimnisse sind es, die mich weiterlesen ließen.

Zum Ende werden wir dann mit vielen offenen Fragen zurück gelassen, die hoffentlich alle in Band 2 beantwortet werden. Für mich ist aber hier die Geschichte um Léon und Claire zu Ende. 

Fazit
Mich konnte "Léon & Claire" leider nicht überzeugen, was hauptsächlich an der naiven Protagonistin sowie dem sachlich und ausschweifenden Schreibstil lag. Wer sich für dieses Buch interessiert, ein Paris-Fan oder ein Freund von Jugendbüchern ist, der schaut am Besten vorher zuerst mal in die Leseprobe.  
2,5 von 5 Sonnen

Klappentext: 
"Paris hat eine dunkle Seite ... Sie nennen sich selbst die Kämpfer der Schatten und haben der Stadt den Rücken gekehrt. Vom hellen Licht sind sie in das Reich der Dunkelheit hinabgestiegen, in die Katakomben tief unter Paris. Unter ihnen lebt Léon, der magische Fähigkeiten besitzt. Er allein weiß um die Macht des Meisters der Finsternis, dessen Ziel es ist, Paris zu vernichten. Als Léon eines Tages der schönen Claire das Leben rettet, ist es um sie beide geschehen. Léon nimmt Claire mit in seine düstere Welt; Licht und Schatten verbinden sich. Doch das Glück der beiden ist nicht nur dem attraktiven Adrien ein Dorn im Auge, der schon lange in Claire verliebt ist, sondern vor allem dem Meister der Finsternis selbst, der seine ganz eigenen Pläne mit Léon hat. Schon bald werden die beiden Liebenden zum Spielball dunkler Mächte."


Gibt es unter euch auch Frankreich-Liebhaber? Ich habe meinen Sommerurlaub schon gebucht und freue mich total auf zwei Wochen an der Cote d'Azur... 

Liebe Grüße,
eure Elena

Kommentare

  1. Huhu,
    ich habe bisher leider nur schlechte Kritiken zu dem Buch gefunden. Dabei wundert mich vor Allem der bemängelte Schreibstil. Ich kann mich noch an ihre historischen Romane erinnern, die ich verschlungen habe.

    Sehr schade.

    Zu deiner Frage: Ich bin eigentlich kein Frankreich-Liebhaber, aber die Bücher "Die Nachtigall" und "Nur ein Tag" habe ich verschlungen. :)

    Liebe Grüße
    Yvonne

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    1. Hallo Yvonne,

      danke für deinen Kommentar. :-) Nachdem ich meine Rezi geschrieben habe, bin ich auch mal stöbern gegangen. Leider gibt es wirklich mehrere negative Kritiken. Du hast recht, das ist wirklich sehr schade. Von ihren historischen Büchern habe ich zwar bisher keins gelesen, aber vor einigen Jahren ein Jugendbuch (irgendwas mit Vampiren). Und ich hatte das auch ganz anders in Erinnerung.

      "Die Nachtigall" möchte ich auch unbedingt noch lesen. Das klingt einfach super interessant!

      Liebe Grüße
      Ena

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  2. Hallöchen,

    habe das jetzt schon öfter gelesen, dass das handeln der Protagonistin nicht nachvollziehbar ist. Wirklich schade, denn in dem Alter ist mal ja nicht mehr ganz so "kindisch". Kann also gut verstehen was dich gestört hat. Das hätte mich auch genervt ;-).

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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