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[Rezension] "Dunkeljäger" von Alexey Pehov

Ein wunderschönes, gesundes, neues Jahr wünsche ich euch. Hoffentlich seid ihr alle gut hinein gerutscht - und vor allem nicht ausgerutscht, denn hier war es total glatt, kalt und neblig.

Die erste Rezension 2017 ist für die Fantasyfans unter euch und von einem Autor, den ihr vielleicht schon kennt. Alexey Pehovs "Dunkeljäger" ist erstmals im Jahr 2014 erschienen, erhielt im vergangenen November aber ein neues Gewand. Los gehts... ;-)

Dunkeljäger
Von Alexey Pehov
Erhältlich seit 2. November 2016 (als Taschenbuch)
Seitenzahl: 432
Preis: 9,99 Euro (Ebook) und 9,99 Euro (Taschenbuch)
Verlag (und Bildquelle): Piper 

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Klappentext: "Das fesselnde, in sich abgeschlossene Epos des russischen Fantasy-Stars Alexey Pehov erscheint endlich im Taschenbuch: Der Elf Lass lebt in einer vom Krieg zerrütteten Welt. Das einst prachtvolle Elfenreich wird von zwei verfeindeten, mächtigen Häusern in den Untergang getrieben. In seinem Bemühen, Frieden zu schaffen, wird Lass zur Hassfigur beider Seiten und muss fliehen. Doch nicht nur die Elfenkrieger sind ihm auf den Fersen. Orks, Zwerge und Dämonen verfolgen ihre eigenen Ziele, um dem geschwächten Elfenreich den entscheidenden Schlag zu versetzen ..."


Alexey Pehov kenne ich durch seine bisherigen Werke "Die Chroniken von Siala" und "Die Chroniken von Hara", die mir positiv in Erinnerung geblieben sind. Das war für mich Grund genug, um auch "Dunkeljäger" lesen zu wollen. Anders als die bisherigen Bücher ist Dunkeljäger aber ein abgeschlossenes Buch - zumindest konnte ich auf der Verlagsseite keine Hinweise für einen Reihenauftakt finden. Dieses Buch fällt also aus der Reihe und das sogar mehrfach: Das liegt daran, dass der Klappentext irgendwie irreführend ist und auch der im Regen kniende Elf auf dem Cover etwas anderes erwarten lässt. Zudem ist es ein Buch, das die klassischen Fantasyelemente mitbringt, aber auch technische Aspekte (Steampunk lässt grüßen).

Ich habe in "Dunkeljäger" ein typisches Fantasybuch erwartet im Stil von "Gut gegen Böse" und der ein oder anderen Schlacht. Der erste Eindruck (durch den Klappentext) lässt auch vermuten, dass es um einen Krieg geht und um gesellschaftliche Konflikte zwischen den Elfenvölkern. Dies spielt aber tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle. Die Welt, in die wir hier abtauchen, ist innovativ und wirklich gelungen. Der Hauptprotagonist ist Lass, ein Elf und gleichzeitig Flieger. Pehov verlegt nämlich ganz originell den Handlungsort in die Luft, sodass hier Luftschiffe geflogen werden (sog. Aeroplans). Lass musste seine Heimat den großen Wald zurück lassen, da er als Verräter und Rebell gilt. Nun ist er auf der Flucht und ebenso auf der Suche nach einem neuen Platz für sich. Dabei gilt es allerlei Gefahren abzuwenden und so erlebt er viele actionreiche Abenteuer.

In diesem Buch haben aber nicht nur die Elfen ihren Auftritt, denn auch Orks, Gnome, Zwerge und viele weitere Fantasy-Rassen kommen vor. Die bisherigen Rollenbilder müssen wir Leser dabei aber nochmals überdenken, denn Alexey Pehov wirft sie über Bord und so finden wir hier zum Beispiel auch intelligente Orks. Das ist erfrischend und passt gut zum originellen Setting.

Erzählt wird all das aus der Ich-Perspektive von Lass. Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen, denn Lass ist absolut sympathisch und bringt eine facettenreiche Persönlichkeit mit. Eine Charakterentwicklung konnte ich allerdings nicht feststellen, was etwas schade ist. Dieses Potential wurde einfach nicht genügend ausgeschöpft. Dennoch hatte ich viel Spaß beim Lesen und konnte mich auch für die Nebencharaktere begeistern. Nur manchmal fehlte mir der rote Faden und ich fragte mich worauf die Handlung genau abzielt. So fühlte es sich auch nicht unbedingt wie ein Einzelband an, denn am Ende bleibt doch manches offen und ungeklärt. Vielleicht kommt irgendwann doch noch ein Band?

Alexey Pehov spielt mit den typischen Elementen bekannter Fantasybüchern und schafft etwas Neues. Auch wenn vieles anfangs etwas ungewohnt erscheint, so bekommen wir hier eine erfrischende Unterhaltung abseits anderer Elfenbücher. "Dunkeljäger" bringt zwar seine kleinen Schwachstellen mit, macht aber Spaß beim Lesen und lässt auf eine Fortsetzung hoffen.  

4 von 5 Sonnen


Mögt ihr Elfenbücher? Ich habe vor vielen Jahren mit Bernhard Hennens "Die Elfen" dazu gefunden und mag diese Art von Büchern seither sehr gerne. :-)  

Bis bald,
eure

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