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[Rezension] "Schattenreiter" von Marc Turner

Hallo zusammen und einen wunderschönen dritten Advent. Heute bringe ich euch eine neue Rezension mit zu einem Fantasywälzer, der ganze 784 Seiten "schwer" ist. Damit baut man richtig Muskulatur im Handgelenk auf. ;-)


Schattenreiter
Von Marc Turner
Erhältlich seit 11. Juli 2016
Seitenzahl: 784
Preis: 12,99 Euro (Ebook) und 15,99 Euro (Taschenbuch)
Verlag (und Bildquelle): Heyne 




Klappentext: "Wenn das Dunkel heraufzieht, erwacht die Macht der Schatten. In den Landen des Exils steht der alte Orden der Zauberbrecher vor dem Niedergang. Doch dann wird ein mächtiges Artefakt gestohlen: das Buch der Verlorenen Seelen, welches seinem Besitzer Macht über Leben und Tod verleiht. Ein Nekromant will damit den Gott des Todes herausfordern – wenn nicht ein Reiter mit magischen Kräften ihn noch aufzuhalten vermag …"


Das Cover lässt die Stimmung des Buchs erahnen, es wirkt düster und geheimnisvoll. Die dunklen Farbtöne und der Reiter gefallen mir sehr gut. Nur der dürftige Klappentext gibt wenig Einblick auf die Handlung, sodass bestimmt viele gar nicht erst darauf aufmerksam werden.

Marc Turners Debütroman ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe. Ohne zu viel an Inhalt vorgreifen zu wollen, lässt sich "Schattenreiter" irgendwo zwischen High Fantasy und Dark Fantasy platzieren. Es ist düster, magisch, episch und beschäftigt sich mit Nekromanten, Magiern, Göttern und anderen Wesen. Der Autor entwirft hier eine komplexe und detaillierte Welt, durch die wir vier unterschiedliche Hauptpersonen begleiten. Es geht dabei darum, dass das mysteriöse Buch der Verlorenen Seelen von seinem Platz entwendet wurde. Da dieses Buch Macht verspricht, bleibt der Diebstahl weder unbemerkt noch folgenlos. Und so begleiten wir die Priesterin Romany, die Hexenmeisterin Parolla, den Bewahrer Luker und den Prinz Ebon auf ihrer Reise und dem Kampf gegen allerlei Gefahren. Währenddessen fügen sich viele einzelne Puzzleteile zu einem großen Bild zusammen. Auch wenn ich manche Figuren mehr mochte als andere, so ist die Idee und das Setting klasse.

Bei einem so dicken Buch, ist der Schreibstil natürlich essentiell. Marc Turner schreibt sehr bildreich, flüssig und würzt das ganze mit einer Prise Sarkasmus und Humor. Eine wunderbare Mischung, die einen nahezu durch das Buch fliegen lässt. Es gibt auch kein großes Vorgeplänkel, denn wir Leser werden gleich in die Geschehnisse hinein geworden. Die ersten Seiten waren zwar etwas schwierig, denn es wechseln nicht nur oft und unerwartet die Sichtweisen, sondern es gibt auch eine Flut an Informationen zu Personen, Geschichte und Land. Es war also nicht ganz einfach den Überblick zu behalten. Aber ab der Hälfte des Buchs verbinden sich auch die unterschiedlichen Handlungsstränge und die Spannung nimmt noch einmal zu.

Obwohl "Schattenreiter" in sich abgeschlossen ist, so handelt es sich dennoch um den ersten Teil einer Reihe: Im englischen Original findet man sie unter dem Titel "The Chronicles of the Exile". Informationen dazu, ob Band 2 auch übersetzt wird, konnte ich leider nicht finden.

Wenn ihr zum Beispiel die Bücher von Steven Erikson und Joe Abercrombie mögt, dann empfehle ich euch "Schattenreiter". Auch wenn die ersten Seiten einen mit Inhalt und Informationen nahezu erschlagen, so lohnt es sich durchzuhalten. Es erwarten euch abwechslungsreiche Handlungsstränge und interessante Protagonisten. Tolle Unterhaltung für Fantasyfans!   

4 von 5 Sonnen
* Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar *


Ganz liebe Grüße,

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