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[Rezension] "Wie Monde so silbern" von Marissa Meyer

"Wie Monde so silbern" stand lange Zeit auf meiner Wunschliste und ist dann vor kurzem dank des Carlsen Verlags bei mir eingezogen. Ich weiß gar nicht warum ich solange gewartet habe, um Teil 1 der Luna-Chroniken zu lesen. Die amerikanische Erfolgsreihe besteht aus vier Teilen und wurde mittlerweile in 27 Länder verkauft. 


Wie Monde so silbern
Von Marissa Meyer
Erhältlich seit 20. Dezember 2013
Seitenzahl: 384
Preis: 9,99 Euro (Taschenbuch und Ebook) und 18,99 Euro (Hardcover)
Verlag (und Bildquelle): Carlsen Verlag 




Klappentext: Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die Prinz Kai unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …"



Hardcover
Das Cover der Taschenbuchausgabe ist wirklich gelungen. Mir gefallen die Blautöne und der Schuh auf den Stufen, der auf das Märchen anspielt. Es ist nur sehr schade, dass bei diesem Taschenbuch der Buchrücken sehr schnell Leserillen bekommt. Ich habe es nur einmal kurz aufgeschlagen und schon war der erste Knick da. Wer so etwas - wie ich - gar nicht leider kann, der greift besser gleich zum Ebook oder Hardcover.

Aschenputtel bzw. Cinderella ist eines meiner Lieblingsmärchen und ich habe schon zahlreiche Verfilmungen gesehen und Märchenadaptionen gelesen. Die Befürchtung, dass es sich nur um eine langweilige Nacherzählung handeln könnte, wird für alle Skeptiker jedoch schnell im Keim erstickt. Dieses Buch ist derart originell, dass es zwar dem Märchen in seinen Grundzügen treu bleibt und trotzdem als etwas ganz Eigenes daher kommt. 

Sowohl das Setting als auch der  Handlungsstrang sind stimmig. Das Buch spielt in einem futuristischen China, denn die Welt ist nach mehreren Kriegen nicht mehr so wie wir sie kennen. Neben der Sorge vor einem erneuten Krieg, greift auch eine Krankheit um sich und kostet viele Leute das Leben. In dieser Welt lebt Cinder, die nicht nur eine angesehene Mechanikerin, sondern auch ein Cyborg ist. Mit ihren teilweise mechanischen Körperteilen, genießt sie aber nicht die gleichen Rechte wie andere, normale Menschen. Ich schloß das Mädchen schnell in mein Herz und hätte sie in manchen Situationen am liebsten tröstend in die Arme genommen. Cinder zeigt jedoch durch ihre Taten innere Stärke, was mir sehr gefallen hat. Nur manchmal wünschte ich mir, dass ich etwas mehr über ihre Gefühle erfahren hätte. Neben Cinder lernen wir Leser aber auch den charmanten Prinz Kaito (genannt Kai), die böse Stiefmutter und die machthungrige Königin von Luna kennen. All diesen Charakteren haucht Marissa Meyer Leben und Persönlichkeit ein. Gleichzeitig sorgt sie mit Überraschungen und Wendungen dafür, dass es spannend bleibt. Unterhaltsame Lesestunden sind also garantiert.

Die Autorin schreibt dabei sehr flüssig und locker, allerdings wählte sie dafür nicht die Ich-Perspektive. Anfangs war ich deshalb skeptisch, denn ich tauche gern komplett in den Kopf der Protagonisten ab. Die Geschichte zog mich aber nach ein paar Kapiteln so in seinen Bann, dass es mir gar nicht mehr aufgefallen ist. Schwierig war für mich nur der Einstieg, denn die technisierte Welt bringt natürlich auch allerlei technische Begriffe mit sich. So fühlte ich mich zuerst ein wenig erschlagen von der begrifflichen Vielfalt, fand mich dann aber doch zu recht. Und anschließend flogen die Seiten nur so dahin. Das Ende kam dann sehr abrupt samt Cliffhanger und macht neugierig auf die Fortsetzung. Ich empfehle daher allen zukünftigen Leser sich schon mal vorab zu informieren, wo man schnellstmöglich den zweiten Band her bekommt.   

"Wie Monde so silbern" ist eine originelle Märchenadaption mit dystopischen Elementen und einer Portion Science-Fiction, die auch ohne große Romanceanteile gut unterhält. Auch wenn ich mir manchmal mehr Einblick in die Gedanken und Gefühle der Charaktere gewünscht habe, so empfehle ich das Buch jedem, der gerne Jugendbücher liest. Wen Leserillen stören, der greift aber besser nicht zum Taschenbuch.
4 von 5 Sonnen


Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Wie Sterne so golden 
Teil 4: Wie Schnee so weiß


Kommentare

  1. Tolle Rezension. 😊
    Ich fand das Buch auch ziemlich gut.
    Mir gefallen die Taschenbücher leider gar nicht. Kaufe somit die HC Ausgaben. 😊

    LG Nicci Trallafitti ❤

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    1. Danke :-) Von diesem Buch schwärmen so viele. Jetzt im Nachhinein kann ich das natürlich auch verstehen. ^^
      Mir gefallen beide Cover ganz gut, obwohl die Hardcover vom Stil her natürlich viel Wiedererkennungswert haben. Die Folgebände werde ich dann auch als Hardcover lesen, so vermeide ich die Leserillen. Sieht dann im Regal zwar ein bisschen doof aus, wenn daneben das Taschenbuch steht, aber ist dann halt so... :-D

      LG
      Ena

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  2. Ach ich liebe diese Reihe so! Bis auf "Stars Above" habe ich schon alle gelesen und liebe sie! Lies unbedingt weiter!

    Liebst, Meike :)

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